Tennis Nachrichten

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  1. Deutschlands Tennis-Topspieler Alexander Zverev hat seine Augen-Operation aufgrund einer Hornhautverkrümmung gut überstanden. "Alles lief sehr gut, ich fühle mich gut, es lief alles nach Plan", teilte der 22-Jährige nach dem Eingriff in einer Videobotschaft im Foto-Netzwerk Instagram mit.

    "Meine Augen erholen sich noch, sie sind noch gerötet", sagte der Weltranglistensiebte, der sich auch bei seinem Arzt bedankte und seinen Fans versicherte: "Es geht mir gut. Wir sehen uns bald, ich werde bald wieder trainieren und dann sehen wir uns hoffentlich in Australien."

    Nach seinem Halbfinal-Aus bei den ATP Finals in London im November hatte Zverev die Operation angekündigt, weil er "während der Saison viele Probleme mit Kontaktlinsen" hatte.

  2. Die frühere Tennis-Weltranglistenerste Caroline Wozniacki wird nach den Australian Open 2020 (20. Januar bis 2. Februar) ihre Karriere beenden. Ihren Entschluss verkündete die dänische Melbourne-Siegerin von 2018 am Freitag via Instagram.

    "Ich habe auf dem Tennis-Court alles erreicht, wovon ich jemals geträumt habe", schrieb die 29-Jährige unter ein Foto aus Kindertagen: "Ich habe festgestellt, dass es viele Dinge gibt, die ich noch außerhalb des Tennisplatzes erleben möchte." Der Abschied habe nichts mit ihrer Gesundheit zu tun. Wozniacki leidet unter der Autoimmunerkrankung rheumatoide Arthritis.

    "Ich habe 30 WTA-Titel gewonnen, war 71 Wochen lang die Nummer eins der Welt und bin bei drei Olympischen Spielen angetreten", schrieb sie im Rückblick auf ihre 14-jährige Profi-Karriere. "Ich habe immer gesagt: Wenn es abseits des Courts etwas gibt, das ich lieber tun würde, werde ich es tun."

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    Im Sommer hatte Wozniacki, derzeit noch die Nummer 37 der Weltrangliste, den früheren Basketball-Profi und NBA-Champion David Lee geheiratet.

  3. Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon und der roten Asche von Paris feierte Anna-Lena Grönefeld große Erfolge, nun verabschiedet sich die zweimalige Grand-Slam-Siegerin im Mixed vom Tennis und widmet sich anderen Lebensbereichen. Am Donnerstag gab die langjährige Fed-Cup-Spielerin aus Nordhorn in den Sozialen Netzwerken ihr Karriereende bekannt.

    "Dieses kleine Mädchen hatte Träume! Die letzten 18 Jahre durfte sie einen davon leben! Jetzt ist es aber für sie an der Zeit, sich hoffentlich einen anderen Traum, nämlich den einer eigenen Familie, zu erfüllen", schrieb die 34-Jährige unter ein Foto auf dem Tennisplatz aus Kindertagen.

    "Ich habe versucht, sie davon zu überzeugen, noch ein Jahr dranzuhängen", sagte Barbara Rittner, "Head of Women's Tennis" beim Deutschen Tennis Bund, in Hamburg: "Sie hat eine tolle Karriere gehabt. Es war schön, sie dabeizuhaben und im Team mit ihr zusammenzuarbeiten. Und ich glaube schon, dass wir sie in Zukunft hier und da mal in gewissen Dingen einbinden können."

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    Mixed-Titel in Wimbledon und Paris

    Im Einzel war Grönefeld 2006 bis auf Platz 14 der Weltrangliste vorgestoßen, seit 2012 konzentrierte sie sich ausschließlich auf Doppel und Mixed. Dort hatte sie auch ihre größten Erfolge gefeiert. 2009 holte sie sich in Wimbledon im Mixed an der Seite von Mark Knowles (Bahamas) ihren ersten Major-Titel, fünf Jahre später legte sie bei den French Open mit dem Niederländer Jean-Julien Rojer nach. Gemeinsam mit dem Kolumbianer Robert Farah scheiterte sie zudem 2016 in Wimbledon sowie ein Jahr später in Paris erst im Finale.

    Im Doppel errang Grönefeld insgesamt 17 Titel auf der WTA-Tour. Mit ihrer niederländischen Partnerin Demi Schuurs war sie jüngst beim WTA-Finale der besten Tennisspielerinnen der Saison in Shenzhen ins Halbfinale eingezogen.

    Grönefeld bleibt Tennis erhalten

    Dem Tennis bleibt Grönefeld aber auch nach dem Ende ihrer aktiven Karriere erhalten, künftig wird sie sich verstärkt beim Tennisverband Niedersachsen-Bremen engagieren.

    "Wir sind sehr stolz, eine solch erfolgreiche Spielerin im Verband zu haben und freuen uns, dass sie künftig als Beraterin für die TennisBase und in der Trainer-Aus- und Fortbildung ihre umfangreichen Erfahrungen aus dem internationalen Tennissport weitergibt", sagte Verbandspräsident Raik Packeiser.

  4. Die Urlaubsbilder der Tennis-Stars zum Durchklicken:

    Off-Season in der WTA und ATP: Nach zehn anstrengenden Monaten haben sich die Tennis-Spieler und Spielerinnen eine Pause absolut verdient.

    Bis zur neuen Saison, die Ende Dezember startet, dürfen sich Eugenie Bouchard und Co. ausruhen.

    Bei vielen startet aber bereits Anfang Dezember die Vorbereitungsphase.

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    SPORT1 zeigt, wie die Tennis-Profis zuvor noch ihren Urlaub genießen.

  5. Startrainer Patrick Mouratoglou traut dem deutschen Spitzenspieler Alexander Zverev (22) momentan keinen Grand-Slam-Triumph zu.

    "Man gewinnt keinen Grand-Slam-Titel mit seiner Art des Tennis", sagte der Franzose, der unter anderem die 23-malige Major-Siegerin Serena Williams, das 15 Jahre alte Wunderkind Cori Gauff und ATP-Champion Stefanos Tsitsipas betreut, im Interview mit Spiegel Online.

    Mouratoglou: "Zverev wird Grenze erreichen"

    Der Weltranglisten-Siebte Zverev sei zwar "im Ranking schnell geklettert dank seiner Qualitäten", sagte Mouratoglou: "Aber in dieser Zeit hat er keine anderen Dinge entwickelt, die notwendig sind, um eines der vier großen Turniere zu gewinnen. Er wird irgendwann die Grenze erreichen."

    Der gebürtige Hamburger Zverev hatte im vergangenen Jahr bei den ATP Finals der acht Saisonbesten triumphiert und seinen bislang größten Erfolg gefeiert, bei den vier Grand-Slam-Turnieren stehen als beste Ergebnisse jedoch zwei Viertelfinals in Paris zu Buche.

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    "Er hat eine tolle Basis, er bewegt sich unglaublich gut. Er ist sehr solide. Aber das ist nicht genug", meinte Mouratoglou.

    Murray als Vorbild für Zverev 

    Zverev erinnere ihn an den dreimaligen Major-Sieger Andy Murray. Dieser "war lange ein fantastischer Spieler, aber kein Grand-Slam-Siegertyp", sagte Mouratoglou: "Dann hat er einige Dinge an seinem Spiel geändert und wurde ein Sieger. Ich denke, Sascha kann das auch. Aber er muss sich weiterentwickeln."

    Allerdings, schränkte Mouratoglou ein, hätten es die jungen Spieler in einer Ära mit Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic auch schwer. "Derzeit ist es wahnsinnig schwierig, an die Spitze zu kommen. Die drei größten Spieler in der Geschichte des Tennis sind ja noch aktiv", sagte er.