Tennis Nachrichten

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  1. Die Tenniswelt steht still. Wie viele andere Branchen lässt die Corona-Pandemie die Szene zum Erliegen kommen. Zuletzt verlängerten ATP und WTA die Unterbrechung der Saison bis zum 13. Juli - vorerst. Damit wird auch erstmals seit dem zweiten Weltkrieg das legendäre Wimbledon-Turnier in London ausfallen.

    Auch Peter Torebko trifft die Saisonpause hart. Der 32 Jahre alte Tennisprofi aus Wesel bekommt die Coronakrise mit voller Wucht zu spüren.

    Während Topstars wie Roger Federer, Novak Djokovic oder Rafael Nadal seit Jahren auf der ATP-Tour um Millionenpreisgelder spielen, zudem über lukrative Sponsorenverträge verfügen und trotz fehlender Einnahmen weich fallen, müssen Spieler wie die aktuelle Nummer 334 der Weltrangliste um ihre finanzielle Existenz bangen.

    "Die Spieler der Top 100 machen viel Geld, aber für alle dahinter wird's richtig haarig", sagt Torebko im Gespräch mit SPORT1.

    Top-Spieler bekommen ATP-Hilfe

    Von Seiten der ATP kommen alle paar Tage Emails, um die Sportler auf dem Laufenden zu halten. Kostenlos können die Profis von Fachleuten individuelle Ernährungs- und Trainingspläne erstellen lassen.   

    Spielern aus der Divison 1 (alle Profis, die jemals unter den Top 200 standen) winkt eine Soforthilfe von 1.900 US-Dollar. Torebko würde dank seiner Karriere-Höchstplatzierung von 182 profitieren. Für alle anderen Akteure wurde bislang keine Unterstützung in Aussicht gestellt.

    Neben der ATP-"Geldspritze" hat Torebko auch die Corona-Soforthilfe der Bundesländer beantragt. "Ich bin mal gespannt, ob da was kommt", harrt er der Dinge. Der Profisportler steht damit nicht allein, auch Tennis-Kollege Matthias Bachinger kündigte vor einigen Tagen im Interview mit der Bild an, den Antrag ausfüllen zu wollen.

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    Doch nicht nur die finanziellen Einbußen bereiten Torebko Sorgen. Auch die Ungewissheit, wann es wirklich weitergeht. "Es gibt keinen Stichtag, auf den man als Sportler hinarbeitet. Normalerweise weiß man: In zwei Wochen oder einem Monat spielst du ein Turnier, bist motiviert, weil Du das Ziel vor Augen hast, da gut abschneiden zu wollen. Das fällt derzeit weg."

    Auf den Platz darf Torebko im Moment sowieso nicht, die Tennisanlagen sind deutschlandweit dicht.

    "Man hat keine Möglichkeit zu spielen, wenn man nicht einen Privatcourt hat", schildert Torebko seine Situation und ist größtenteils zum Nichtstun verdonnert. Lediglich ein paar Kräftigungsübungen daheim und Laufeinheiten draußen seien möglich.

    Tennisprofis müssen knallhart wirtschaften

    Fußballer verdienen selbst in der 3. Liga im Schnitt noch 120.000 Euro, dagegen bekommen Tennisspieler, die bei den zweitklassigen Turnieren der ITF- und Challenger-Ebene aktiv sind, gerade einmal 2.000 bis 3.000 Euro für einen Turniersieg. Davon müssen auch Kosten für Hotel, Flug und Trainer bestritten werden.

    Torebko ist deshalb wirtschaften gewohnt. "Man kann nicht in die teuersten Hotels gehen und jeden Tag ein 500-Gramm-Steak essen", beschreibt er den bescheidenen Alltag eines Profis im Schatten der Superstars wie Federer, mit dem er bei den ATP Finals 2018 als Trainingspartner ein paar Bälle schlug.

    Auch Coach Sascha Bajin hatte kürzlich bei SPORT1 erläutert, dass viele Spieler "von Monat zu Monat leben. Ich weiß, dass es viele Spieler gibt, die das nächste Turnier und das Preisgeld brauchen, um Miete oder Versicherung zu zahlen. Und viele haben einfach keinen Plan B."

    Eine kompakte Turnierplanung vor der Saison ist auch für Torebko der Normalfall. Die wird nun kräftig durcheinandergewirbelt.

    Und nicht nur der Lockout auf der ATP-Tour bereitet den Tennisprofis jenseits der Top 100 massive Probleme.

    Liga-Spiele als sichere Einnahmequelle

    Finanziell trifft der Umstand, dass auch den europäischen Ligen dieser Tage das Aus droht, die Spieler mindestens genauso hart. "Das ist zum einen eine sichere Einnahmequelle und zum anderen sehr unkompliziert. Wenn man das früh genug plant, ist man abgesichert", erklärt Torebko.

    Während ein Turnier nur bei sportlichem Erfolg ausreichend Geld in die Kasse spült, bieten Medenspiele finanzielle Planungssicherheit. Torebko tritt für den TC Bredeney aus Essen in der 2. Bundesliga an.

    Im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten dürfen Tennisspieler parallel dazu auch im Ausland Mannschaftsspiele bestreiten, Torebko verdiente sich so schon in Italien, Frankreich oder Großbritannien etwas dazu. Doch diese Möglichkeit fällt dieser Tage aus.

    Würden die europäischen Tennis-Ligen dem Coronavirus zum Opfer fallen, stünde zahlreichen Spielern ein fest eingeplanter Teil der Jahreseinnahme nicht zur Verfügung.

    "Ich konnte bislang vom Tennis leben, aber Rücklagen bilden war schwierig", beschreibt Torebko sein Dilemma, das exemplarisch für viele Kollegen stehen dürfte.

    Torebko hat aber zumindest einen Plan B. Er nutzt die tennisfreien Tage zum Abschluss seines Bachelor-Studiums an der Fernuni Hagen.

  2. Hatte Alexander Zverev das Coronavirus, als er in Australien spielte?

    In einem Live-Talk auf Instagram mit Oliver Pocher erzählte der deutsche Tennis-Star, dass er sich womöglich Ende Dezember mit dem Virus infiziert hat.

    "Ich habe wirklich einen Monat lang gehustet, aber da wusste ja niemand was von dem Coronavirus. In der Nacht habe ich fünf, sechs Stunden gehustet und hatte auch zwei Tage Fieber", sagte Zverev.

    Zverev war Ende Dezember mit seiner Freundin Brenda Patea in China, um ein Exhibition-Match gegen Roger Federer auszutragen. Auch seine Freundin soll ähnliche Symptome gezeigt haben.

    Zverev geht es bei Australian Open besser

    Es wäre eine Erklärung für seine äußerst schwachen Auftritte beim neuen ATP Cup in Australien. Als Zverev in Melbourne vor dem Start der Australian Open ankam, ging es ihm aber schon wieder besser.

    "Ich will jetzt nicht sagen, dass ich das Coronavirus hatte und ins Halbfinale der Australian Open gekommen bin. Das wäre schon sensationell", sagte der 22-jährige Hamburger, für den dies das beste Grand-Slam-Ergebnis seiner Karriere war.

    Aktuell hält sich Zverev, der auch "keine Ahnung hat, ob wir dieses Jahr noch spielen oder wann es weitergeht", in Miami fit.

    Zverev witzelt über Profiteur Federer

    Für den Deutschen ist die aktuelle Situation sportlich gesehen besonders bitter, da er "2019 ganz lange richtig scheiße spielte und dieses Jahr kaum Punkte zu verteidigen habe. Nun könnte ich viele sammeln, kann es aber nicht und hänge auf Platz 7 fest."

    Grund: Die Weltranglistenpunkte wurden wegen der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Pause der beiden Tennis-Touren ATP und WTA eingefroren. Davon profitiert vor allem Roger Federer, der sich nach den Australian Open dazu entschieden hatte, sich am Knie operieren zu lassen.

    Zverev witzelte deshalb: "Ich habe ihm geschrieben: Sag mal, du hast doch irgendeine Info von den Chinesen bekommen, als wir da waren. Er hat mir komischerweise nicht geantwortet, sondern nur einen Smiley geschickt - und das war's."

    Die jüngste Wimbledon-Absage dürfte allerdings auch Federer getroffen haben. Schließlich wollte der Schweizer auf Rasen wieder auf die Tour zurückkehren. Wimbledon wäre zudem sehr wahrscheinlich die größte Chance für ihn gewesen, um noch einmal einen Grand Slam zu gewinnen.

  3. Vizepräsident Dirk Hordorff vom Deutschen Tennisbund (DTB) hat mit großem Verständnis auf die Absage des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon reagiert.

    Die Entscheidung der Londoner Organisatoren sei "verantwortungsbewusst, sie ist an den Fakten und an der heutigen Situation orientiert", sagte Hordorff am Donnerstag im SID-Interview: "Zu einem Zeitpunkt, an dem Olympia das erste Mal außerhalb von Weltkriegszeiten abgesagt wurde, ist es einfach undenkbar, ein Tennisturnier mit der Bedeutung von Wimbledon stattfinden zu lassen.

    Daher sei "zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung" getroffen worden, führte Hordorff weiter aus und verteidigte den relativ frühen Zeitpunkt der Absage: "Wimbledon ist nicht irgendein Tennisturnier, es ist das größte Tennisturnier der Welt. Leute müssen ihre Reisen planen, ihre Hotels und ihre Häuser buchen. Man kann die Anlage auch nicht in einer Woche aufbauen."

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    Der veranstaltende All England Lawn Tennis and Croquet Club (AELTC) hatte den für Sommer (29. Juni bis 12. Juli) geplanten Rasenklassiker am Mittwoch wegen der Corona-Pandemie abgesagt, stattdessen soll die 134. Ausgabe nun vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 über die Bühne gehen.

    Hordorff: Kein Profitennis 2020 möglich

    Die Männer-Tour ATP und die Frauen-Tour WTA dehnten im Zuge der Wimbledon-Entscheidung ihre Spielpause am Mittwoch bis mindestens 13. Juli aus. Es werden bereits sogar Befürchtungen laut, etwa von Australian-Open-Chef Craig Tiley, dass in diesem Jahr überhaupt kein Profitennis mehr gespielt werden kann. Für Hordorff ist dies ein durchaus denkbares Szenario.

    "Tennis ist eine internationale Sportart, die sehr viel Reisetätigkeit mit sich bringt. Wenn wir heute noch nicht einmal mit dem Auto ins Nachbarland fahren können, ist das völlig undenkbar", sagte der 63-Jährige und blickte voraus: "Wenn wir in einem Vierteljahr da stehen, wo wir heute stehen, wird es auch weiterhin kein internationales Turnier geben."

  4. Wenn Roger Federer der König des Tennis ist, dann ist Wimbledon sein Königreich.

    Acht seiner insgesamt 20 Grand-Slam-Titel hat er auf dem heiligen Rasen gewonnen.

    Der Gedanke an das legendäre Turnier an der Londoner Church Road war während seiner Auszeit wegen einer Knie-Operation im Februar die größte Motivation zurückzukehren.

    Er könne es nicht erwarten, wieder auf dem Platz zu stehen, schrieb er vor einigen Wochen auf Twitter und fügte hoffnungsvoll hinzu: "Wir sehen uns auf Rasen."

    Wimbledon-Absage trifft Federer hart

    Man muss sich nur die große Vorfreude des mittlerweile 38-Jährigen auf den Rasen-Klassiker vor Augen führen, um zu wissen: Die Absage des Turniers im Sommer wegen der fortschreitenden Corona-Pandemie trifft ihn bis ins Mark.

    Er sei "am Boden zerstört", twitterte Federer sofort nach der offiziellen Absage.

    Da auch alle anderen Turniere bis Mitte Juli ausfallen und jetzt noch nicht seriös eingeschätzt werden kann, ob die derzeit für den Spätsommer geplanten Grand-Slam-Turniere in Paris und Flushing Meadows dann auch wirklich stattfinden werden, könnte sich Federers Pause noch ein wenig hinziehen.

    Ist gar seine letzte Chance auf einen Grand-Slam-Sieg dahin?

    Wann steht Federer wieder auf dem Platz?

    Im Mai wird er aller Voraussicht nach wieder trainieren können. Wann er wieder in einem Match auf dem Platz steht? Wer mag das in diesen Zeiten vorhersagen?

    Zumindest hat er seinen Fans noch am Mittwoch die schlimmste Befürchtung nehmen können und die Fortsetzung seiner so erfolgreichen Karriere angekündigt.

    "Ich kann es kaum erwarten, im nächsten Jahr zurückzukommen", schrieb der Baseler in seiner Instagram-Story über seine Wimbledon-Planungen für das Jahr 2021.

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    Diese Zusage gilt übrigens auch für das Rasenturnier in Halle/Westfalen. "Bereits heute freue ich mich über meine Rückkehr nach Halle im nächsten Jahr", sagte der "Maestro".

    Zweifel an Grand-Slam-Titel Nummer 21

    Seine Schläger will Federer also noch nicht in die Ecke stellen. Doch wird er noch einmal der strahlende Sieger sein? Eines seiner großen Ziele wird Olympia in Tokio 2021 sein. Schließlich wartet er noch auf eine Einzel-Goldmedaille.

    Da dort neuerdings selbst im Finale nur über maximal drei Sätze gespielt werden, steigen seine Chance, in einem möglichen Endspiel auch einen Djokovic oder Nadal besiegen zu können.

    Kann er seine unglaubliche Bilanz von 20 Major-Titeln noch toppen? Die Absage von Wimbledon in diesem Jahr lassen zumindest die schon bestehenden Zweifel daran nicht geringer werden.

    Sicher: Er kann sich nun noch länger von seiner Knie-Operation erholen, sich noch gezielter auf das kommende Jahr vorbereiten.

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    Aber dann ist er 39, im August nächsten Jahres wird er 40. Kann er dann wirklich noch einmal die Tennis-Welt mit seinem Zauber erobern?

    Djokovic und Nadal sägen am Thron

    Fakt ist: In den vergangenen Jahren häuften sich seine körperlichen Probleme. Erst war es der Rücken, jetzt die Knie. Dass er noch einmal die French Open auf Sand gewinnen kann, glaubt er wohl selbst nicht mehr.

    Doch auch bei den beiden "Hartplatz-Slams" in Melbourne und New York hat Federer bestenfalls Außenseiterchancen. Das liegt vor allem an Hartplatz-König Novak Djokovic, dem noch drei Major-Titel fehlen, um mit "King Roger" gleichzuziehen.

    Aber auch Rafael Nadal, der mit einem Sieg bei den in den September verlegten French Open ebenfalls auf 20 Grand-Slam-Triumphe kommen kann, sowie die jungen Spieler der nächsten Generation um Dominic Thiem und Alexander Zverev werden Federer alles abverlangen.

    Und so dürfte Wimbledon, wo die Ballwechsel kürzer sind und das Spiel - selbst gegen einen Djokovic oder Nadal - nicht ganz so kraftraubend ist, seine einzige Chance auf den letzten großen Titel sein.

    Wenn nicht 2020, dann eben 2021.

  5. Dort oben, auf der Terrasse seines Londoner "Home Office" mit herrlichem Blick auf die Themse, schien Boris Becker den Ernst der Lage eigentlich begriffen zu haben.

    "Bleibt alle zu Hause", rief das Tennis-Idol dieser Tage seinen Hunderttausenden Followern auf Instagram zu, schließlich trifft die Corona-Pandemie das Königreich gerade mit voller Wucht. Auch Becker höre "viele Horrorgeschichten über das Virus" - doch dass das legendäre Rasenturnier von Wimbledon in Zeiten der Krise bereits abgesagt wurde, das geht ihm dann doch zu weit.

    "Ich hätte mir gewünscht, dass man noch vier Wochen mit der Entscheidung wartet", sagte der dreimalige Titelträger auf dem Heiligen Rasen bei Eurosport, nachdem der veranstaltende All England Lawn Tennis Club (AELTC) am Mittwoch das Aus für die 134. Ausgabe des Grand-Slam-Turniers im Sommer verkündet hatte. Jedoch könne Becker "nachvollziehen, dass man sich diesem Druck beugen muss".

    Becker findet Absage übertrieben

    Öffentlicher Druck dürfte bei den Veranstaltern aber eher zweitrangig gewesen sein, vielmehr hätten sie die Entscheidung "unter größter Rücksicht auf die öffentliche Gesundheit und das Wohlbefinden aller getroffen, die zusammenkommen, um Wimbledon zu verwirklichen".

    Zwar erkennt auch Becker die "extreme" Gefahr, dadurch sei "die öffentliche Meinung im Moment sehr von Angst und Panik beherrscht" - dass er dies allerdings übertrieben findet, hatte er schon am Tag vor der Absage in einer fragwürdigen Twitter-Tirade kundgetan.

    Alle aktuellen Meldungen, Entwicklungen und Auswirkungen auf den Sport durch die Covid-19-Krise im Corona-Ticker!

    "Das ganze Weltende-Szenario/Armageddon bringt nichts außer Angst!", schrieb der 52-Jährige und irritierte mit verqueren Vergleichen. So erinnerte er etwa an 25.000 Grippe-Tote im vergangenen Jahr in Deutschland ("Mögen sie in Frieden ruhen!") oder verwies auf die relativ geringen Infektionszahlen trotz weniger Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Schweden.

    Dass er damit seinen eigenen, nur eine Woche zuvor geäußerten Warnungen widersprach - egal. Die Kritik im Internet ließ nicht lange auf sich warten.

    Becker: Schluss mit der Schwarzmalerei

    Schließlich wird die Lage in Großbritannien immer ernster, das Coronavirus verbreitet sich verheerend rasch. Am Mittwoch wurden erstmals über 500 Todesfälle durch COVID-19 binnen 24 Stunden verzeichnet. Dass die notwendigen Aufbauarbeiten für das Wimbledonturnier Ende des Monats beginnen können, war vor diesem Hintergrund utopisch.

    Es werden bereits sogar Befürchtungen laut, etwa von Australian-Open-Chef Craig Tiley, dass es in diesem Jahr überhaupt keinen Aufschlag mehr auf der Profitour geben wird. Doch auch das geht Becker gegen den Strich. "Wir sollten mit der Schwarzmalerei aufhören", schimpfte er bei Twitter, "natürlich wird dieses Jahr noch Tennis gespielt."

    In Wimbledon jedenfalls nicht. Dort betreten die Spieler erst wieder mit einem Jahr Verspätung vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 den Rasen - im Gegensatz zu Becker traf die Absage bei anderen Stars der Szene nach anfänglichem Schock auf Verständnis.

    "Momentan zählen andere Dinge, die wichtiger sind", sagte Angelique Kerber, die 2018 an der Church Road triumphiert hatte. Der zweimalige Champion Andy Murray stimmte ihr zu: "Die Gesundheit eines jeden ist definitiv das Wichtigste!" Und Titelverteidigerin Simona Halep meinte: "Wir machen gerade etwas durch, das größer als Tennis ist.