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Sport1 News
  1. Alexander Zverev ist nach einem harten Kampf in die dritte Runde der French Open eingezogen. (Spielplan und Ergebnisse der French Open 2020)

    Die deutsche Nummer eins lieferte sich mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert eine enges Duell, das erst im fünften Satz entschieden wurde (2:6, 6:4, 7:6, 4:6, 6:4). Nächster Gegner ist der Italiener Marco Cecchinato, der 2018 in Paris im Halbfinale stand. 

    Gegen den schlitzohrig aufspielenden Herbert stieß Zverev immer wieder an seine Grenzen - ratlos blickte er ein ums andere Mal zu Trainer David Ferrer, sackte verzweifelt in die Hocke und biss verärgert in seinen Schläger. 

    "Pierre ist für mich einer der härtesten Gegner überhaupt, ich finde gegen ihn keinen Rhythmus", sagte der sichtlich erleichterte Zverev nach der Partie: "Heute war ich weit weg von meinem besten Tennis. Aber bei Grand Slams muss man sich manchmal durch solche Matches kämpfen." 

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    Zverev ist der erste von fünf gestarteten deutschen Herren in der dritten Runde. Nach dem Erstrunden-Aus von Philipp Kohlschreiber verlor Dominik Koepfer in der zweiten Runde gegen Ex-Champion Stan Wawrinka aus der Schweiz. Im deutschen Duell spielen am Donnerstag noch Jan-Lennard Struff (Warstein) und Qualifikant Daniel Altmaier (Kempen) um den Einzug in Runde drei.

    Becker über Zverev: "Entweder coole Socke - oder nicht"

    Zverev kam gegen die Nummer 78 der Weltrangliste denkbar schlecht in die Partie und musste den ersten Satz schnell abgeben. Auch im zweiten Satz lief es überhaupt nicht rund, doch der Deutsche kämpfte sich in die Partie.

    "Du bist entweder eine coole Socke oder nicht", sagte Tennis-Ikone Boris Becker bei Eurosport - und Zverev bewies am Mittwoch wieder einmal seine Coolness in engen Matches.

    Den dritten, nicht minder umkämpften Satz gewann Zverev erst im Tiebreak, ehe er sich im vierten Durchgang dem Doppel-Spezialisten wieder geschlagen geben musste.

    Vor allem die vielen effizienten Stop-Bälle des Gegners machten dem US-Open-Finalisten immer wieder zu schaffen. Der Deutsche fand kaum Mittel und wirkte ratlos, auch im zweiten Satz lag er bereits 1:4 zurück. Doch Zverev biss sich danach in ein seltsames Match mit vielen Wendungen, nach 3:59 Stunden nutzte er seinen ersten Matchball.

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    mit Sport-Informations-Dienst

  2. Eigentlich waren Nick Kyrgios und Karen Khachanov völlig unbeteiligt - am Ende stand aber das Duo im Mittelpunkt.

    Die schwedische Tennislegende Mats Wilander (56) hatte bei Eurosport als Experte die Wildcard von Andy Murray (33) bei den French Open hinterfragt. (Spielplan und Ergebnisse der French Open 2020)

    Die Folge: eine Pöbelei zwischen Kyrgios und Khachanov bei Twitter.

    Der Schotte hatte in der ersten Runde in drei Sätzen deutlich gegen Stan Wawrinka (35) verloren. 

    "Ich mache mir Sorgen um Andy Murray. Ich würde gerne hören, warum er auf dem Platz steht und uns falsche Hoffnungen darauf macht, eines Tages zurückzukommen", sagte Wilander. "Ich denke, dass Andy aufhören muss, an sich selbst zu denken und daran denken muss, wer er war. Hat er das Recht, da draußen zu sein und den jüngeren Spielern die Wildcards wegzunehmen?"

    Diese Aussagen brachten Kyrgios auf die Palme. Hintergrund: Murray ist einer der wenigen Freunde des Australiers auf der Tour. 

    Kyrgios attackiert Legende Wilander

    "Halt die Klappe, Mats. Das interessiert keinen", schrieb Kyrgios also - und eröffnete den öffentlichen verbalen Schlagabtausch.

    Khachanov gefiel die Art gar nicht, wie Kyrgios über eine Legende und ehemalige Nummer eins der Weltrangliste schrieb. "Zeig Respekt!", forderte der 25-Jährige vom Australier.

    Die Diskussion nahm Fahrt auf.

    "Wofür? Fürs Ball übers Netz schlagen? Komm schon. Ich habe mir nie einen Punkt von Wilander angeschaut", konterte der Skandal-Profi. 

    Khachanov: "Lies erstmal ein Buch"

    Sein russischer Kontrahent schlug den Ball natürlich zurück: "Ich habe kein Problem mit dir. Aber als du zu Hause saßt, hast du Kommentare über andere Spieler geschrieben. Jetzt denke ich darüber nach, wer das wirkliche Problem hat." 

    Kyrgios legte nun richtig los. "Ich würde gerne eine intellektuelle Unterhaltung mit dir führen. Aber ich denke bei dir geht es nicht weiter als: 'Wie hart kann ich den Ball schlagen?'", twitterte er.

    Es kam zum nächsten Satz in dem Duell. "Bevor du über meinen Intellekt urteilst, lies erstmal ein Buch anstatt den ganzen Tag Videospiele zu spielen", zürnte Khachanov. 

    Kyrgios beleidigt den Russen als "Pelikan"

    "Ich habe zuletzt die Hungrigen gefüttert und dabei geholfen, neue Einrichtungen für Kinder zu öffnen. Du bist echt ein Pelikan", schob Kyrgios hinterher. Eine Antwort blieb aus. 

    Man darf nun gespannt sein, wie sich die beiden Stars verhalten, wenn sie sich demnächst bei einem Turnier treffen. Bei den French Open wird es kein Aufeinandertreffen geben. Kyrgios hat aufgrund des Coronavirus eine Reisepause eingelegt. 

  3. Topfavoritin Simona Halep hat souverän die dritte Runde der French Open erreicht, US-Open-Finalistin Viktoria Azarenka ist hingegen schon gescheitert.

    Die Rumänin Halep hatte auf dem Weg zu ihrem angestrebten zweiten Paris-Titel nach 2018 gegen Landsfrau Irina-Camelia Begu keine Mühe und gewann 6:3, 6:4. (Spielplan und Ergebnisse der French Open 2020)

    Azarenka (Belarus) flog hingegen am Mittwoch in der zweiten Runde gegen die Slowakin Anna Karolina Schmiedlova überraschend klar mit 2:6, 2:6 aus dem Turnier. 

    Da die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien) auf die French Open verzichtet hatte, ist Halep (WTA-2.) an Position eins gesetzt und die heißeste Anwärterin auf den Titel. In der dritten Runde trifft die Wimbledonsiegerin auf Amanda Anisimova aus den USA.

    Azarenka wurde hingegen mit Paris in diesem Jahr dagegen so gar nicht warm. Bei ihrem ersten Match sorgte sie mit ihrem Outfit und einigen deutlichen Sätzen in Richtung der Oberschiedsrichterin für Aufsehen. 

    Azarenka: "Das ist ein bisschen lächerlich"

    Die frühere Weltranglistenerste spielte angesichts der kühlen Temperaturen in der französischen Hauptstadt mit langer Hose und Trainingsjacke.

    Während einer Regenpause wehrte sie sich lautstark dagegen, auf dem Platz ausharren zu müssen.

    "Das ist ein bisschen lächerlich. Es sind acht Grad", sagte Azarenka , sie wolle nicht "wie eine Ente" warten. Gegen Schmiedlova verzichtet Azarenka nun zumindest auf ihre Trainingsjacke.

    Mit Azarenkas Aus und dem verletzungsbedingten Rückzug von Serena Williams ist nun keine der Halbfinalistinnen der US Open mehr in Paris im Rennen.

    New-York-Siegerin Naomi Osaka (Japan) war wegen einer Oberschenkelblessur gar nicht erst angereist, Jennifer Brady (USA) scheiterte in der ersten Runde an der erst 17 Jahre alten Dänin Clara Tauson.

  4. Rekordsieger Rafael Nadal ist bei den French Open im Eiltempo in die dritte Runde gestürmt.

    Der zwölfmalige Paris-Champion ließ dem US-Amerikaner Mackenzie McDonald am Mittwoch nicht den Hauch einer Chance, nach nur 1:40 Stunden war das 6:1, 6:0, 6:3 des spanischen Topfavoriten perfekt. Nadals Gegner um den Einzug ins Achtelfinale ist der Italiener Stefano Travaglia, der den früheren Top-10-Spieler Kei Nishikori aus Japan besiegte.

    Nur etwas mehr Mühe hatte US-Open-Sieger Dominic Thiem bei seinem Einzug in die dritte Runde. Der Österreicher, der in den vergangenen beiden Jahren in Paris jeweils erst im Finale an Nadal gescheitert war, bezwang den US-Amerikaner Jack Sock 6:1, 6:3, 7:6 (8:6) und trifft nun auf Casper Ruud (Norwegen). Im Tiebreak des dritten Durchgangs musste Thiem drei Satzbälle abwehren. 

    Nadal hatte schon bei seinem Dreisatzsieg in der ersten Runde über Jegor Gerassimow aus Belarus keinerlei Probleme gehabt. Der 34 Jahre alte Mallorquiner strebt in Roland Garros seinen 20. Grand-Slam-Titel an, mit dem er mit Rekordhalter Roger Federer (Schweiz) gleichziehen würde.

  5. Als Kiki Bertens nach ihrem Sieg bei den French Open am Dienstag zu Boden ging, hätte man denken können, dass sie gerade das Finale gewonnen und damit den größten Triumph ihrer Karriere errungen hatte.

    Doch die Niederländerin hatte "nur" ihr Zweitrundenmatch gegen Sara Errani für sich entschieden. Doch diese Partie war nicht wie jede andere. Solch ein Drama hat es in der Geschichte von Roland Garros wahrscheinlich noch nie gegeben.

    Die nüchternen Zahlen am Ende: Bertens gewann nach 3:11 Stunden mit 7:6 (7:5), 3:6, 9:7 gegen die Italienerin. Insgesamt gab es in 37 Aufschlagspielen 24 (!) Breaks. (Spielplan und Ergebnisse der French Open 2020)

    Errani beschimpft und äfft Bertens nach

    Diese kamen vor allem zustande, weil Errani massive Probleme beim Ballwurf hatte. Dadurch kassierte sie mehrere Strafen wegen Zeitüberschreitung, weshalb sie fast immer über den zweiten Aufschlag gehen musste, den sie teilweise von unten ausführte.

    Die frühere Weltranglistenfünfte hat schon seit geraumer Zeit Probleme mit ihrem Service und wählte zuletzt mehrmals die Variante des Aufschlags von unten.

    Richtig dramatisch wurde es dann im dritten Satz. Bertens zog sich eine Oberschenkelverletzung zu, musste sich durchkneten lassen und konnte danach kaum noch laufen.

    Dies führte nach Erranis Break zum 3:2 zu zehn Breaks in Folge. In der Endphase des dritten Durchgangs war Errani so genervt, dass sie ihre Gegnerin nachäffte, die sich auf ihren Schläger stützte und ein schmerzverzerrtes Gesicht hatte.

    Riesige Anzahl an leichten Fehlern

    Doch nach dem Matchball kam die Auseinandersetzung zu ihrem Höhepunkt: Zunächst verweigerte Errani ihrer Gegnerin die Gratulation und stürmte mit einem bösen italienischen Schimpfwort ("vaffanculo/F**** euch") vom Platz. Immerhin konnte sie selbst gehen: Bertens musste von Krämpfen geplagt im Rollstuhl vom Platz.

    Was Errani besonders erzürnte: Vor ihrem Matchball beim Stand von 6:5 im dritten Satz bekam sie eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung - und vergab ihn anschließend. Kurze Zeit später gelang Bertens der Spielgewinn zum 8:7. Errani drehte ein 0:40 nochmal, Bertens verwandelte schließlich ihren fünften Matchball.

    Insgesamt unterliefen der 33-Jährigen zwölf Doppelfehler, Bertens leistete sich acht. Beide produzierten zusammen 117 unforced Errors - eine enorm hohe Anzahl.

    Auf der Pressekonferenz attackierte Errani die Niederländerin erneut verbal, da sie nicht daran glaubte, dass diese wirklich verletzt sei. "Sie ist gerannt wie nie zuvor. Sie hat mich wütend gemacht. Hat sie super gemacht", meckerte die Italienerin und fügte hinzu: "Ich mag es nicht, wenn jemand mit mir 'spielt'. Sie hat den Court auf einem Rollstuhl verlassen und jetzt isst sie im Restaurant, so als ob alles gut wäre, ich habe sie gerade gesehen."

    Möglicherweise ist in diesem Zoff das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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    Mit Sport-Informations-Dienst (SID)